Was ist mit dem Infraschall?

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Infraschall ist Schall unter der Hörschwelle von 20 Hertz. Man kann ihn als Vibrieren oder Wummern wahrnehmen. Er tritt z.B. bei Waschmaschinen im Schleudergang, beim Öffnen oder Schließen von Türen, oder bei Wind auf.

Die größte Quelle für Infraschall im Alltag ist aber der Verkehr. Bei PKWs im Innenraum bei 130 km/h liegen die Pegel um mehrere Größenordnungen über den von Windkraftanlagen, wie die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg ermittelte. 

Laut LUBW liegt der Infraschall eines Windrads bereits nach 300 bis 500 Metern unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Die potentiell geeigneten Standorte in Keltern sind ca. einen Kilometer von Siedlungen entfernt. Bei diesen Pegeln und Druckpulsen ist keine Gesundheitsgefahr feststellbar.

Daneben erzeugen Windräder natürlich auch normalen Schall. Die zulässigen Schallpegel in reinen Wohngebieten liegen tags bei 50 dB(A) und nachts bei 35 dB(A). Wenn die Windräder nachts zu laut wären, dann werden sie in einem schallreduzierten Modus betrieben.

Bevor das Windrad durch die Baurechtsbehörde genehmigt wird, muss die Einhaltung der Grenzwerte durch eine sogenannte Schallimmissionsprognose nachgewiesen werden.

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