Modell Birkenfeld - zu komplex?
Das Konzept „smart Birkenfeld“ unserer Nachbargemeinde wurde inzwischen mit einem Bürgerentscheid abgelehnt.
Was hätte dieses Konzept beinhaltet?
Das integrierte Konzept würde nicht nur Strom produzieren, sondern auch Strom und Wärme mit Hilfe von Batterien, Wasserstoff-Elektrolyse und Wassertanks speichern.
Dadurch könnte der Betreiber den eigenen Strom und Wärme direkt an Birkenfelder Verbraucher verkaufen.
Durch die Speichertechnologien entstehen Mehrkosten pro kWh, aber durch den Direktverbrauch sinken wiederum Netzentgelte und Netzumlagen.
Außerdem soll der Eigenverbrauch durch digitale Vernetzung und Lastmanagement optimiert werden, so dass im Jahr nur wenige Prozent Strom zugekauft werden müssen. Es ginge aber nicht darum, sich vom deutschen Stromnetz abzukoppeln (Autarkie), die Versorgungssicherheit und Netzstabilität ist jederzeit gesichert.
Vor der Reduzierung des Windparks auf 6 Anlagen wurde ein Strompreis von 28ct/kWh genannt. Das wäre erst mal nicht weniger als Marktniveau, aber für die nächsten 20 Jahre könnten stabile Preise gehalten werden. Die Speichertechnologien machen den größeren Teil des Projektes aus, d.h. es würden wesentlich mehr Gewinne, Gewerbesteuer, Arbeitsplätze etc. direkt in Birkenfeld entstehen, als bei einem reinen Windpark.
Die Überbrückung von längeren Zeiten der Windstille geht am Besten mit Wasserstoff.
Entweder man kann den Wasserstoff lokal in einer Brennstoffzelle zu Strom rückverwandeln (Modell Birkenfeld), oder man betreibt damit große Wasserstoff-Gaskraftwerke, von denen die EnBW in BW 3 Stück bauen will.
Die Überbrückung weniger Stunden geht auch dezentral mit privaten Batteriespeichern im Haushalt.
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