Ja, wir trauern.
Ein Windpark in Keltern würde das Erscheinungsbild der Kelterner Landschaft verändern. Windräder sind nicht gerade eine Zierde in der Landschaft. Ja, man kann auch Verspargelung dazu sagen.
Windräder zerstören die romantische Vorstellung des unberührten Schwarzwaldes. Manch einer könnte lange brauchen, um sich an den neuen Anblick zu gewöhnen. Windräder in der Landschaft sind eine Zäsur: Sie machen für alle sichtbar, dass neue Zeiten anbrechen.
Windräder machen auch unübersehbar, was für einen riesigen Energiehunger wir als Industriegesellschaft haben. Bisher baggerten wir für unseren Energiebedarf gewaltige Kohle-Bergwerke aus, oder wir importierten die Energieträger gleich aus dem Ausland. Doch der große Aufwand, um unseren Energiehunger zu stillen, entsteht jetzt nicht mehr woanders oder in großen Gruben, sondern direkt bei uns.
Ein bisschen Wehmut schwingt da schon mit – unsere Kinder werden die Kelterner Landschaft nicht mehr genau so erleben, wie wir sie erleben. Es ist ein Verlust.Doch die Alternative wäre, dass wir durch einen ungebremsten Klimawandel unsere Kelterner Natur als Ganzes aufs Spiel setzen.
Das wäre ein noch viel größerer unwiderruflicher Verlust, den wirklich keiner riskieren will, der den Schwarzwald und die Kelterner Natur, so wie ist, liebt.
Windräder lassen sich in einigen Jahrzehnten wieder abbauen, wenn man sie nicht mehr brauchen sollte.
Die Veränderung oder sogar der Verlust vieler Ökosysteme in einer 2 Grad Welt ist innerhalb menschlicher Zeiträume irreversibel.

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